Dienstag, 17. April 2012

Schmerzhaft


Klein Adriane und die asiatische Knochenbrecherin (oder) Nein ich will keine Muster ·


Klein Adriane und die asiatische Knochenbrecherin

(oder)

Nein ich will keine Muster

Im Zuge des körperlichen Verfalls mit zunehmenden Alter bin ja nun selbst ich darauf gekommen hier und da einige Reparaturarbeiten an mir vornehmen zu lassen. Keine Bange. Ich lasse mir weder das Fell über die Ohren ziehen, mir nichts aus den Rippen saugen und oder irgendwo hin spritzen, noch ausstopfen wie eine Weihnachtsgans! In meinem Fall meine ich eher Antifaltencremes, Schminke, Augenbrauen zupfen, graue Haare färben, drollige Gesichtsmasken und so weiter. Ja wie?' .. werden viele jetzt sagen. Das gehört doch zum normalen Weibchenprogramm. Aber hey, nicht vergessen. Klein Adriane ist/war da ganz anders. Ich bin also jetzt erst im Lernprozess um die Modalitäten der Kosmetikbranche. Und gestern HABE ich etwas gelernt.

Zierliche, kleine, scheinbar freundliche Asiatinnen haben Bärenkräfte!
(und Frau widerspricht ihnen besser nicht)

Ich marschiere also gestern in diesen hübschen 'Beauty Salon' um mir meine Fingernägel aufmotzen zu lassen. Sitze da am perfekt ausgestatteten Arbeitsplatz bei dieser überaus freundlichen, kleinen, zierlichen, asiatischen Fingernageldesignerin. Erkläre ihr freudestrahlend so und so und dies und das und mit weißer Nagelspitze hätte ich das gern. Sie nickt die ganze Zeit lächelnd, versteckt ihr hübsches Gesicht hinter einem Mundschutz ( Oh Gott was hat sie vor..) und legt los. Sie schneidet, fräst, bohrt, hobelt und poliert wie wild. Da wird geklebt, geföhnt und lackiert. Wie ein Hufschmied in einer Autolackwerkstatt. Zwischendurch zieht sie immer mal ihren Mundschutz runter und sagt lächelnd zu mir: 'Locker lassen' und zieht mich wieder zu sich an den Tisch. Ja die ist gut! Mein natürlicher Schutztrieb und der Fluchtinstinkt ist schwer zu überlisten! Aber letztendlich gewann sie doch mein Vertrauen und ich hielt still. Dann kamen wir zu dem Punkt wo sie mich vor der 'Versiegelung fragte: Wollen Muster?
Sprachs' und haute mir einige Paletten mit bunten Plastikfingernägeln um die Ohren. In Bunt, mit Glitzer, Blümchen und lustigen Tieren drauf. Da ich aber ein schlichtes Naturell habe, verneinte ich dankend. FEHLER!
Ich konnte grade noch meinen Kopf einziehen als sie mit schmackes die Paletten wieder, offensichtlich laut fluchend (zum Glück in einer fremden Sprache) , in das Regal knallte. Dann griff sie sich meine Hände und knallte sie vor sich, nein nicht auf das dafür vorgesehene Polster, auf den Tisch und bearbeitete immer noch vor sich hin schimpfend, meine Finger mit einer Wurzelbürste. Offensichtlich um den Feinstaub zu entfernen. Mein schmerzverzerrtes Gesicht wurde ignoriert und ich mit einem gezischtem 'Stillhalten' zur Ruhe gebracht. Dann wurde versiegelt, getrocknet und ich wollte endlich aus meinem Stuhl fliehen. Ja denkste! Da wird Service noch großgeschrieben. Sie hat mich echt an den Handgelenken festgehalten bis ich wieder saß, sich die Hände mit Creme eingerieben und dann ging es los. 'Knirk, knackk, quietsch', mir wurde jeder Fingerknochen, jedes Gelenk schmerzhaft in Erinnerung gerufen. Sie grinst mich an: ' Massage tut gut?' Als sie endlich fertig war der nächste Versuch zur Flucht. Da stand schon ihre Kollegin hinter mir und schwupp hatten sie mich mit einem nassen, mindestens 80 Grad heißem, Frottee Handtuch um die Hände gefesselt.

Als ich dann endlich mit glühenden, zittrigen Händen an der Kasse stand und bezahlte wurde mir auch bewusst warum ich solchen Ärger auf mich gezogen hatte. Fingernägel 'einfach' sind sehr günstig. Aber jedes Scheissblümchen darauf kostet ein Vermögen. Ohne Muster wohl kein Verdienst. Ohne Verdienst: SCHMERZEN!

Da freue ich mich heute wieder auf meine türkische Augenbrauenzwirblerin. Das kostet nur 5 €!
(ohne Färben)





Eine kleine Lektion in Sachen 'Leben'


(oder)


Was ich heute von meinem Hund gelernt habe



Tatort Wohnzimmer: Nach dem ich verdächtige, rumpelnde Geräusche aus diesem Raum vernommen hatte fand ich ihn auch tatsächlich völlig verwüstet vor. Sofakissen und Decken lagen überall zerstreut. Anwesend war nur der Tatverdächtige.
Das Pauzeltier!
Ich begann umgehend mit dem Verhör: 'Was zum Teufel hast du hier wieder angestellt'. Der Tatverdächtige zeigte sich sofort geständig. Das Schwanzwedeln kam augenblicklich zum erliegen und die Ohren wurden schuldbewusst angelegt.
Ich muss immer noch sehr skeptisch geguckt haben, denn nun kam der Delinquent auf die Idee mir zu verdeutlichen WAS er getan hatte. Sprang auf , wetzte los und tobte eine Runde über die gesamte (einst sehr teure) Wohnlandschaft. Den letzten Sprung über die Rückenlehne versucht er mit einem Fluchtversuch zur Tür hinaus zu verbinden. (Hund kann es ja mal versuchen). Ich konnte ihn allerdings noch abfangen ( so ein Möterköter hält halt fit) und ihn am Kragen wieder zum Ausgangspunkt zerren. Nach einem Blick auf den Reumütigen Täter allerdings beließ ich es bei einer lautstarken, mündlichen Verwarnung und machte mich murrend daran alles wieder hübsch herzurichten. Weil wenn Herrchen das Chaos zu Gesicht bekäme würde ICH mir etwas anhören können. Weil dann wäre es ja wieder MEIN Hund gewesen.
Der eigentlich Übeltäter lag immer noch mit angelegten Ohren daneben und beobachtete mich genau. Als ich fertig war erhob er sich langsam, spitze die Ohren, sah mich an, sah das frisch gemachte' Sofa an, sah mich an, ich ihn.....'WEEEHHEEE'
Ich glaube halt einfach ein Hund muss tun was ein Hund tun muss.

Prioritäten setzen!

Wohl wissend um die Konsequenzen, Spaß muss sein! Das Sofa sah schlimmer aus als vorher, die Tischdeko hatte er sicherheitshalber diesmal gleich auch mit runter gerissen, aber er sah trotzdem irgendwie glücklich aus, als er mit eingekniffener Rute und angelegten Ohren sein Schicksal erwartete!

Er ist ein toller Hund und ich kann noch viel von ihm lernen!

Yoga?


Sag niemals Nie!

( Ich weiß der Titel klingt abgedroschen, trifft auf mich aber in einem solchem gesteigerten Maße zu, das ich nicht widerstehen konnte)

oder

( Ok, besser noch eine Alternative schaffen )

Wie Frau über ein paar Puschen doch noch zum Yoga findet

Yoga! Also da bin ich ehrlich: DAS ist so was von gar nicht mein Sport (Ist das überhaupt Sport?). Ruhe, Konzentration und Körperbeherrschung liegen mir mal so gar nicht. Ich denke zu dieser Schlussfolgerung müssen zwangsläufig auch die Leser meiner Kurzgeschichten kommen. Und dennoch. In meiner kleinen, bunten Welt der Wunder, gelang mir heute die perfekte Darstellung des : Nach unten blickenden Hundes.
( Um bei den männlichen Lesern keine unnötige Hoffnung aufkeimen zu lassen:
NEIN DAS WIRD KEINE EROTISCHE KURZGESCHICHTE )


Bevor ich fortfahre, möchte ich erwähnen das diese Geschichte keinesfalls für Kinder geeignet ist, welche Eltern haben, die darum bemüht sind ihren Sprösslingen mühevoll eine gewisse Faulheit abzugewöhnen. Gemeint ist die Art Faulheit, bei der Schuhe vor dem ausziehen nicht geöffnet werden zum Beispiel. Also bitte ich an dieser Stelle auch meine eigenen Kinder folgende Geschichte höchstens als NEGATIV Beispiel anzusehen!
( Das mache ich gerne mit ihnen. Zeigen wie es NICHT geht )

Geneigte Leser wissen um die von mir vor kurzen erworbenen Norweger/Püschelpuschen von 'Kuck' (Nein Adriane, da kommt niemand drauf, wo du die her hast!), welche sich hervorragend dazu eignen Frau dazu zu verleiten, sich albernen Bewegungsabläufen hinzugeben. Und wie sich heute herausstellte, können die noch viel mehr.

Jedenfalls wenn sie in meine Hände, in dem Fall an meine Füße, geraten!

Vorweg:
Ich meine es ist Samstag Morgen. Man ist noch ein wenig verschlafen und um die Jahreszeit ist es doch schon recht frisch'. Und um nun den Wechsel vom Bademantel in die Alltagsklamotten zu vollziehen, ohne unnötiger Weise frösteln zu wollen, kann Frau ja schon mal auf die Idee kommen, das besagte Püschelpuschen schon durch das Hosenbein passen könnten. ( Als wenn meine berühmten 'Pi mal Daumen Rechnungen jemals aufgegangen wären!)
Als Frau der Tat habe ich mich also flux an die Ausführung meines Plans gemacht. Linkes Bein.. bisschen prömmeln.. rechtes Bein.. bisschen prömmeln.. ja und jetzt kommen wir an die Stelle mit dem Hüpfen!

So ein Hüpfer ist schnell gemacht. Ich weiß wovon ich rede. Ich hüpfe gerne, oft und aus unterschiedlichen Gründen. Mal hoch, mal weit.. in dem Fall bin ich mir nicht ganz sicher wie der Hüpfer letztendlich aussah. Ich erinnere mich aber an das Geräusch.

'PFFFFUUUMMMP'
..so in der Art.

Und daran, wie ich aufgekommen bin, auf dem berühmten Boden der Tatsachen. Sie erahnen in welcher Position?

'Tusch'

DER NACH UNTEN BLICKENDE HUND!